bei Hansjörg Baumberger
Der Präsident des VZGV und Stadtschreiber von Uster nimmt Stellung zu vergangenen und künftigen Herausforderungen der Gemeindeverwaltungen.
Sie sind seit 10 Jahren Stadtschreiber von Uster: Was gefällt Ihnen an dieser Aufgabe?
Jeder Tag ist anders. Die Herausforderungen sind komplex, aber es ist von besonderem Reiz, diese für die Allgemeinheit mit einem Team lösen zu dürfen. Entgegen der verbreiteten Vorstellung, es handle sich um eine langweilige Verwaltungstätigkeit, ist ein grosser Schuss Kreativität und Ideenreichtum für eine erfolgreiche Umsetzung meiner vielfältigen Arbeiten erforderlich. Man lernt viele interessannten Menschen aller Couleur kennen, und ich darf mich für etwas besonders Sinnvolles einsetzen.
In welchen Bereichen haben sich die Gemeinden in den letzten Jahren am meisten verändert?
Städtische Dienstleistungen und Aufgaben werden immer öfters regional bereitgestellt. Gleichzeitig sind die Verwaltungen kundenfreundlicher und moderner geworden. Das Umsetzen politischer Visionen und Ideen wird hingegen immer schwieriger - sei es wegen zunehmender Regeldichte oder einer kritischeren Haltung der Bürgerinnen und Bürger.
Welche Themen werden die Gemeinden in naher Zukunft intensiv beschäftigen?
Der Werterhalt unserer in den 1950er- bis 1970er-Jahren aufgebauten Gemeindeinfrastrukturen ruft bald massive Investitionen hervor und wird die Finanzen unserer Gemeinden stark belasten. Die thematische Zusammenarbeit unter den Gemeinden und der Zusammenschluss kleinerer bis mittlerer Gemeinden wird uns bestimmt stärker beschäftigen. Ebenso werden Verkehrsfragen und die Raumplanung klar grössere Herausforderungen darstellen als in der Vergangenheit.
Was wünschen Sie Federas zum 20. Geburtstag?
Ein aufgestelltes und motiviertes Team und zündende Geschäftsideen für weitere erfolgreiche Jahre.