Wir stellen vor: Fabian Marty
Mit der digitalen Transformation in den Gemeinden beschäftigt sich Fabian Marty schon seit vielen Jahren. Nun verstärkt er mit seinem umfangreichen Digitalisierungs-Know-how das Federas-Beratungsteam. Der versierte Verwaltungsfachmann unterstützt die Gemeinden bei personellen Engpässen zudem auch als Springer. Er sieht unter anderem beim Einsatz von GEVER-Produkten und KI noch viel Optimierungspotenzial.
Fabian, du bist seit rund vier Monaten Teil des Federas-Beratungsteams. Hast du dich gut eingelebt?
Ja, bestens. Die Unternehmenskultur sagt mir sehr zu und die Projekte sind sehr abwechslungsreich. Ich schätze den Austausch im «Digitalisierungs-Team» – und dass gefühlt jede Woche jemand etwas Selbstgebackenes mitbringt.
Deine Beratungstätigkeit fokussiert sich insbesondere auf die Unterstützung von Gemeinden im Bereich «Digitalisierung». Mit welchen konkreten Digitalisierungs-Themen beschäftigst du dich aktuell?
Ich setze mich unter anderem intensiv mit dem Einsatz von KI im Gemeindealltag auseinander. Diesbezüglich starten wir in Kürze auch eine Webinar-Reihe mit dem gleichnamigen Titel. Das Thema KI ist brandaktuell und beschäftigt uns alle. Die Möglichkeiten scheinen grenzenlos, auch wenn sie es sicherlich (noch) nicht sind. Viele sind mit den Möglichkeiten überfordert und hier kann ich helfen, in der Verwaltung den ersten Schritt zu tätigen, quasi den Grundstein mit einem Konzept und den entsprechenden KI-Richtlinien zu legen, um dann Schritt für Schritt die ersten KI-Anwendungsfälle zu prüfen und einzuführen.
Mit der Umsetzung des revidierten Verwaltungsrechtspflegegesetzes (VRG) und der Verordnung über elektronische Verfahrensverhandlungen (VeVV) können Verwaltungsverfahren künftig vollständig elektronisch abgewickelt werden. Die Zeit drängt: Am 1. Januar 2026 müssen die Gemeinden soweit sein. Wie kannst du sie dabei unterstützen?
Diesbezüglich herrscht ebenfalls noch grosse Unklarheit bei den Gemeinden aufgrund schwammiger Gesetzesartikel. Und der Zeitdruck macht das Ganze nicht angenehmer. Es ist ja nicht so, dass die Gemeinden nichts zu tun und nur auf solche Projekte gewartet hätten. Gemäss meiner Beobachtung sind die Mitarbeitenden mehr als eingedeckt mit Arbeit und es fehlen deshalb die Ressourcen. Hier kommen wir ins Spiel. Wir begleiten bereits einige Gemeinde auf ihrem Weg zum sicheren Datenaustausch sowie der Einführung der qualifizierten elektronischen Signaturen und können sie damit wesentlich entlasten.
Gibt es auch andere Themenbereiche, in denen unsere Kunden von deinem Know-how profitieren können?
In den vergangenen Jahren konnte ich mir vertiefte Kenntnisse im Zusammenhang mit dem gezielten Einsatz einer elektronischen Geschäftsverwaltung (GEVER) aneignen. Ich habe auch bei einem Schweizer Softwareanbieter als Projektleiter und Digitalisierungsberater gearbeitet und mitgeholfen, ihr GEVER-Produkt im Sinne der Gemeinden weiterzuentwickeln. Auch hier gibt es übrigens spannende Einsatzfelder für KI.
Meiner Erfahrung nach werden die gängigen GEVER-Produkte nicht umfassend genug eingesetzt im Alltag. Sie könnten einiges mehr als das, wofür sie in der Regel genutzt werden. Wir kennen das bekannte Beispiel von Excel: Die meisten von uns nutzen schätzungsweise nur 20 bis 30 Prozent der Möglichkeiten, die das Programm bietet. So extrem ist es bei GEVER nicht. Dennoch sehe ich ein grosses Optimierungspotenzial. Dieses auszuschöpfen, ist insbesondere in Zeiten des Fachkräftemangels interessant. Eine optimale Nutzung von GEVER und der gezielte Einsatz von KI kann helfen, die eigenen Fachkräfte zu entlasten und den Personalmangel zu entschärfen.
Eine möglichst optimale Work-Life-Balance zu erreichen, ist sicher auch eines deiner Ziele. Auf welche Art und Weise holst du dir in deiner Freizeit den Ausgleich zum stressigen Arbeitsalltag?
Ich mag die Abwechslung und suche in meiner Freizeit auch immer wieder mal den Adrenalinkick. Daher ist mein Keller voll mit Ausrüstungsgegenständen für zig Sportarten. Als ehemaliger Snowboardlehrer und Teamrider trifft man mich im Winter oft in den Bergen an – inzwischen auch immer mehr im Sommer. Denn nebst meinen «gewöhnlichen» Hobbys wie Hockey, Squash und Kitesurfen fahre ich mit dem Bike Downhill oder gehe mit einem Enduro-Töff ins Gelände, oft im Ausland. Bei wärmeren Temperaturen bin ich auch gerne mit dem Strassenmotorrad unterwegs – und das auch ab und zu auf der Rennstrecke, wenn es mir auf den öffentlichen Strassen zu langsam vorwärts geht.