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Wir stellen vor: Jürg Minger

Unser Fürsprecher und Coach ist seit Anfang Jahr Berater für Federas in Bern und seit Mai Leiter dieser Niederlassung. Er erzählt uns, für welche Projekte er seine Kompetenzen einsetzen möchte und was die Zürcher von den Bernern lernen können.

Weshalb braucht es Federas in Bern?
Da sich Federas in Zürich bereits während über 20 Jahren bewährt hat, war es nur naheliegend, auch in Bern einen Start zu wagen. Als Sitz der Landesregierung und Bundesverwaltung, als zweitgrösster Kanton mit 351 Gemeinden und mit vier der zwölf grössten Städte hat Bern mit Abstand die grösste Verwaltungsdichte der Schweiz. Die Berner Niederlassung von Federas versteht sich – wie es ja auch der Firmenname andeutet – als Partnerin für die Behörden und Verwaltungen aller drei föderalen Ebenen.  

Was könnten sich die Zürcher von den Bernern abschauen?
In Bezug auf Federas werden wohl vorerst die Berner von den erfahrenen Zürchern abschauen. Die Präsenz der Behörden und die Nähe zur Verwaltung des Bundes hat aber in Bern bestimmt  das Verständnis für den Staat und die öffentlichen Anliegen nachhaltig gestärkt. Die Zweisprachigkeit des Kantons und das Verhältnis zwischen urbanen, ländlichen und bergigen Gebieten sind weitere Berner Eigenheiten, die mit einem gewissen Aufwand bewusst gepflegt werden. Qualitäten wie Ausgleich, Besonnenheit, Geduld und Toleranz sind in Bern gut ausgeprägt.   

Sie sind Fürsprecher und Coach. Für welche Projekte ist diese Kombination besonders geeignet? 
Meine juristische Erstausbildung hat mir ein tiefes Verständnis für die Wichtigkeit eines funktionierenden Rechtsstaates gegeben. Ein guter Rechtsanwalt zeichnet sich zudem nicht nur als Interessenvertreter, sondern auch als kreativer Vermittler aus. Bei meiner Weiterbildung zum Coach habe ich gelernt, noch aufmerksamer zuzuhören, stärker auf Lösungen statt auf Probleme zu fokussieren und bezüglich eigener Vorurteile und voreiliger Schlüsse Zurückhaltung zu üben. Diese Kombination und meine eigene 24-jährige Verwaltungs- und Führungserfahrung öffnen für meine Beratungstätigkeit ein ausgesprochen weites Spektrum: Von der Projektbegleitung bis zur Rechtsetzung, von der Organisationsanalyse bis zum Entwicklungsworkshop, vom Führungs- oder Teamcoaching bis zur rechtlichen Unterstützung.

Welche Themen beschäftigen die Behörden im Kanton Bern aktuell und wie kannst du sie dabei unterstützen?
Es gibt kaum Themen oder Lebensbereiche, mit welchen sich die Verwaltungen von Bund, Kantonen oder Gemeinden nicht regelmässig oder zumindest gelegentlich befassen müssen oder dürfen. Diese Vielfalt finde ich extrem spannend und herausfordernd. Ich schätze die tägliche Abwechslung sehr, und als Generalist möchte ich mich thematisch auch nicht allzu stark einschränken. Eine besondere Nähe habe ich aufgrund meiner eigenen Interessen und meiner bisherigen Erfahrungen zu Umwelt-, Verkehrs-, Energie-, (Raum-)Planungs-, Sozial- und Gesundheitsthemen sowie ganz allgemein zu institutionellen und organisatorischen Fragestellungen. Wie alle anderen Menschen lerne ich hauptsächlich aus den grossen Herausforderungen, und jede neue Erfahrung bringt mich einen Schritt vorwärts. Unter diesem Aspekt würde es mich beispielsweise reizen, einmal eine Gemeindefusion zu begleiten.

Webporträt Jürg Minger