Wir stellen vor: Tanja Brütsch
Seit Juli bereichert Tanja Brütsch die Kompetenzen der Geschäftsstelle von Arbeitssicherheit Schweiz. Als Junior Beraterin unterstützt sie die Branchenlösung im Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM). Wie sind die Gemeinden eigentlich unterwegs in diesem Thema?
Seit Juli bist du Junior Beraterin bei der Geschäftsstelle von Arbeitssicherheit Schweiz. Was reizte dich an diesem Job?
In der Schweiz arbeiten die verschiedenen Akteure eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements (unter anderem Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz / -management, Gesundheitsförderung, Care Manager) leider nicht immer optimal zusammen. Bei Arbeitssicherheit Schweiz habe ich die grosse Chance als Schnittstelle zwischen den verschiedenen Bereichen zu wirken und unsere Kunden ganzheitlich und individuell zu unterstützen.
Was interessiert dich konkret am Thema BGM?
Das BGM ist keine "Eintagsfliege". Es geht darum, ein Unternehmen strategisch so auszurichten, dass sich nachhaltig eine gesunde und sichere Unternehmenskultur entwickelt. Ich finde es spannend, dieses System zu analysieren.
Wie steht es mit der Umsetzung von BGM in Schweizer Unternehmen, insbesondere bei der öffentlichen Hand?
In der Schweiz wird ein ganzheitliches BGM vermehrt in Grossfirmen umgesetzt. Viele KMU und Betriebe der öffentlichen Hand haben noch Berührungsängste ˗ wahrscheinlich aus Respekt vor dem Aufwand oder fehlendem Verständnis für die Thematik. Nicht die Betriebsgrösse spielt eine Rolle bei der Umsetzung, sondern die Bedürfnisse des einzelnen Unternehmens.
Wieso gewinnt BGM laufend an Bedeutung?
Beispiele aus der Praxis und wissenschaftliche Ergebnisse zeigen, dass einzelne betriebliche Massnahmen wie beispielsweise der kostenlose Apfel, ein Tropfen auf den heissen Stein sind. Vielmehr ist es die Unternehmenskultur, die die Basis für motivierte und leistungsfähige Mitarbeiter bildet.
Du warst ein Jahr in den USA und hast in BGM-Projekten für KMU und Grossfirmen gearbeitet. Was ist aus deiner Sicht der grösste Unterschied bezüglich Firmenkultur USA-CH?
Das Klischee von der oberflächlichen amerikanischen Art kann ich nicht bestätigen. Ich wurde sehr kollegial empfangen und erlebte meine Arbeitskollegen sehr direkt, spontan und freundschaftlich im Umgang. Diese Ad-hoc-Kultur empfand ich gleichzeitig herausfordernd und motivierend.
Wie verbringst du deine Freizeit?
Ich verbringe meine Freizeit gerne abwechslungsreich. Mit Tanzen, Pilates, Freunden und Familie laden ich meine körperlichen und mentalen Energiereserven immer wieder auf.